Der aktuelle Stand

Das ist der momentane Stand: Ein Jahr lang intensive Recherche. Knapp 50 Seiten Text, um die drei Perspektiven anzulegen und den jeweiligen Erzählton zu finden. Einen Plot, der nach längerer Arbeit nun tragfähig und erzählenswert erscheint. Figuren mit Potential.

Dahin soll es gehen: Bis ins Frühjahr will ich etwa 150 Seiten haben. Bis zum Sommer (der ja bekanntlich bis Ende September geht) soll dann eine erste Fassung stehen. Umfang: Etwa 300 Normseiten. Das heißt: Wenn ich von neun ganzen Monaten mit durchschnittlich 30 Tagen ausgehe, habe ich 270 Tage zu Verfügung, was wiederum ergibt, dass ich täglich etwas mehr als eine Seite schreiben muss.

Auf den ersten Blick machbar. Auf den zweiten Blick: Montag (weil Montag), Dienstag (kam dieser tolle Film), Mittwoch (Tochter krank), Donnerstag (ich krank), Freitag (wir beide krank), Samstag (endlich wieder an die frische Luft), Sonntag (sechs Tage = sechs Seiten im Verzug). Aber Ausreden gehören dazu. Genauso wie der Rausch.

Und das Jahr geht gut los: Seit gestern bereits über 6000 Zeichen geschrieben. Mal sehen, wie lange die erste Euphorie anhält. Meist gibt es schon recht schnell die ersten Eintrübungen, dann folgen die Tage, an denen das Schreiben zu einem Ding unter vielen wird, der Kopf schwer, die Buchstaben schleppen sich nur so dahin, und die Vorstellung, dass das alles irgendwann einmal ein Buch werden soll, ist reichlich absurd. Aber es gilt die guten Momente ebenso zu genießen wie die schlechten durchzustehen.