Wieder am Anfang?

Als würde ich wieder am Anfang stehen. Aber es ist nicht die leere Seite, die abschreckend wirkt, sondern die Fülle an Motiven, Möglichkeiten und Fragen. Welchen Aspekt willst du mehr betonen, an welchen Stellen musst du etwas zurücknehmen, wo noch etwas mehr dazugeben? Die wirklich anstrengende Arbeit an diesem Roman beginnt jetzt: Das bisher Geschriebene hinterfragen und befragen, die großen roten Linien festlegen und daran entlang erzählen, liebgewonnene Stellen streichen, weil sich die Dramaturgie verändert hat. Mehr und mehr geht es in die Details und Feinheiten, und damit einhergehend schleichen sich die Zweifel an: Wie soll daraus wieder ein großes Ganzes werden, wie halte ich das alles zusammen? Kleinigkeiten reichen aus, um Schwerpunkte zu setzen, um ein Richtung einzuschlagen. Aber ist es die richtige? Stehe ich nicht wieder ganz am Anfang?